Der NABU Bad Münder e.V. hat auf dieser Fläche zwei Teiche angelegt sowie Kopfweiden gesetzt.
Die Randgehölze an den Teichen müssen hin und wieder zurückgeschnitten werden, um eine zu starke Beschattung zu verhindern.
Wer in Niedersachsen unterwegs ist, kennt den Anblick von Kopfweiden, Kulturbäume einer alten Nutzungsform. Sie haben die Besonderheit, dass sie kein festes Kernholz ausbilden. So werden sie mit zunehmendem Alter von innen ausgehöhlt. Eine ausladende Krone bewirkt dann leicht, dass der Baum beim ersten kräftigen Wind zerbricht. Kopfweiden sollten alle sechs bis acht Jahre im Herbst oder Winter geschneitelt werden, um nicht unter ihrem eigenen Gewicht zu zerbrechen. Die Äste werden möglichst nah am Stamm mit Sägen und Astscheren geschnitten, so können die Bäume wieder dicht austreiben.
Der Vorgang des Rückschnittes hinterlässt an den Bäumen immer große Wunden, so dass Pilze in das Holz einwachsen und eine Fäulnis in Gang bringen können. Die Vermorschung, Vermulmung des Holzes und das Entstehen von Höhlen bieten einer Vielzahl von Insekten und anderen Tierarten einen vielseitigen Lebensraum. Damit haben die Kopfweiden auch eine sehr große Bedeutung für den Artenschutz und sind ein wertvoller Lebensraum. Alte, dickstämmige Weiden zählen zu den insektenreichsten Pflanzenarten Mitteleuropas.
In unserer Gegend sind die meisten dieser Bäume verschwunden. Bei der Umwandlung von Grünland in Ackerland, bei der Flurbereinigung und manchmal auch nur aus Bequemlichkeit wurden sie beseitigt.
Der NABU setzt sich dafür ein, dass noch verbliebenen Bäume erhalten und entsprechend gepflegt werden. Sie sind eine wichtige Nahrungsquelle für unzählige Insekten, ihre Hohlräume bieten Nistmöglichkeiten für Steinkäuze, Meisen, Fledermäuse, Hornissen und andere Tiere und gehören nicht zuletzt zu unserer Kulturlandschaft.
mehr zur Biotop- und Landschaftspflege (DVL) - pdf
2003 wurden die von uns gesetzten Kopfweiden zum ersten Mal geschneitelt.