So vielfältig wie die Welt der Insekten ist, so wenig können wir auf sie verzichten. Das Funktionieren fast aller Ökosysteme hängt von ihnen ab. Damit sind sie für Mensch und Natur unersetzlich. Mehr
Als Bestäuber für viele Pflanzen oder als Nahrung für verschiedene Tiere wie Igel oder Vögel. Doch sie sind nicht
nur nützlich, sondern sind auch schöne und faszinierende Tiere, die es zu entdecken lohnt, und die dem Garten eine lebendige Vielfalt schenken.
Wer Insekten unterstützen und ihnen im Garten einen Rückzugsort bieten möchte, kann dies mit der richtigen Pflanzenauswahl, einigen nützlichen Elementen und viel Geduld tun. Auf
diesen Seiten geben wir jede Menge konkrete Tipps, wie man die kleinen Nützlinge in den eigenen Garten locken kann. mehr
https://bluehende-landschaft.de/
Bezugsquellen für einheimische Wildpflanzen bzw. deren Samen
https://www.rieger-hofmann.de/index.php?id=11
Ein Beitrag zum Natur- und Artenschutz, den jeder Grundstücksbesitzer mit einfachen Mitteln umsetzen kann
von Matthias Großmann
Was sind Wildstauden ?
Als Wildstauden werden winterharte zwei-oder mehrjährige krautartige blühende Pflanzen bezeichnet,die gärtnerisch und züchterisch nicht bearbeitet wurden, d.h. Die auch „wild“ in der Natur bei uns vorkommen, aber oft durch die intensive Landnutzung und das frühzeitige Mähen von Wiesen und Wegrändern verdrängt
wurden.
Welche Bedeutung haben Wildstauden für Vögel und Insekten ?
Wildstauden bieten vielen Arten Nahrung und Lebensraum. Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und viele andere Insektenarten sind auf den Nektar und die Blütenpollen angewiesen. Raupen und Käfern dienen die Blätter als Nahrung. Insekten, deren Larven und Eier überwintern in den Stängeln.
Vögeln dienen die Insekten und die Samen der Wildstauden als Nahrung, besonders im Winter. Darum darf man die Stauden im Herbst nicht zurück schneiden.
Wo kann man Wildstauden im Garten pflanzen ?
Für Wildstauden gibt es im Garten vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Man kann sie vor, zwischen und unter Gehölze pflanzen. Die größte Auswahl hat man für sonnige, warme Standorte, wie z.B. Wildstaudenwiese, Steingarten, Böschungen und vor Terrassen. Im Randbereich von Teichen können feuchtigkeitsliebende Arten
gepflanzt werden. Auch in eine „normale“ Staudenrabatte lassen sich Wildstauden hervorragend integrieren. Wichtig ist immer, dass die jeweiligen Licht- und Bodenansprüche der verschieden Arten berücksichtigt werden.
Was kann man sonst noch für eine naturnahe Gartengestaltung machen ?
Wie in den vergangenen Jahren veranstaltet der Heimatbund auch in diesem Jahr einen Pflanzenmarkt am
Bürgerhaus des Museums in Bad Münder in der Kellerstraße 19. Die Aktion findet am 18.05. und 19.05.
jeweils von 10.00 bis 15.00 statt.
Das Angebot an Stauden ist dieses Mal wieder ausgesprochen reichhaltig. Wir bieten viele insektenfreundliche Pflanzen, zudem bieten wir dieses Jahr viele heimischen Wildstauden wie zum Beispiel: Natternkopf, Johanniskraut, Gamander, Glockenblumen, Wilde Karde, Schafgarbe, Spitzwegerich,
Nachtkerze, Königskerze, Fingerhut, Flockenblume und viele mehr.
Ein großer Teil der angebotenen Pflanzen kommt dazu aus den Gärten des Staudenmarkt-Teams. Da dieses Angebot nicht ausreicht, sucht der Heimatbund zusätzlich nach weiteren Pflanzen. Oft stehen solche Stauden dicht gedrängt in den Gärten und müssen ohnehin entnommen werden – wir nehmen sie gerne (Freitag 17.5. von 15 – 17 Uhr, oder nach Absprache).
Die Stauden werden wie immer gegen eine Spende abgegeben. Diese fließen nach Bedarf in Naturschutzprojekte. So wurden in der Vergangenheit das Süntel- Buchen-Arboretum, die Schulhofbegrünung in Eimbeckhausen und ein Streuobstwiesen-Projekt gefördert. Für ein Schulwaldprojekt in Eimbeckhausen wird gesammelt.
Ansprechpartnerin: Monika Lüdtke, Telefon 05042/3249
Aufklärung ist auch heute noch dringend notwendig, denn kaum eine Tiergruppe ruft so heftige Reaktionen hervor wie diese unter dem wissenschaftlichen Begriff Hautflügler zusammengefassten Insekten.
https://www.hornissen.de/inhalte.htm
http://www.bienen-wespen-und-hornissen.de/
http://www.insektenbox.de/hautfl.htm
Das können Sie für die Hornisse tun.
Was Sie beim Umgang mit Wespen und Hornissen beachten sollten.
22 NABU-Tipps zum gedeihlichen Miteinander
Keine Panik - friedlicher als allgemein gedacht
Wespen haben keinen guten Ruf. Viele Vorurteile begleiten noch immer Wespen und Co., weil wir diese Tierarten oft zu wenig kennen, ihr Verhalten nicht richtig einschätzen und sie meist einfach nur verschwinden lassen wollen.
Es muss nicht immer zu Konflikten kommen. Wenn man mehr über diese Insekten weiß und ihr Verhalten besser versteht, kann man lernen, mit ihnen richtig umzugehen.
Bitte haben Sie Verständnis,
dass wir vom NABU Bad Münder keine Wespennester umsiedeln.
Wir haben leider keinen Fachkundigen dem dies erlaubt ist,
bzw. der sich damit auskennt.
Leider können wir Ihnen in unserer Region auch niemanden hierfür benennen.
Sollten Sie sich bei Wespen gut auskennen und mit Informationen zur Verfügung stehen können oder sogar Umsiedelungen anbieten
können, melden Sie sich bitte bei uns!
Jeder kann Wildbienen und andere Insekten unterstützen, um etwas für die biologische Vielfalt zu tun. Schwindende Natur- und Lebensräume machen heimischen Insekten schwer zu schaffen. Daher ist es wichtig, ihnen Nistplätze anzubieten. In Deutschland sind mittlerweile mehr als die Hälfte der Wildbienenarten in ihrem Bestand gefährdet oder vom Aussterben bedroht; 39 Arten sind bereits ausgestorben.
Grundlage jedes Wildbienenschutzes sollte deshalb die Erhaltung der artspezifischen Nahrungsquellen und der Nistplätze sein.
Links:
https://www.wildbienen.de/wbschutz.htm
https://www.wildbienen-kataster.de/
https://www.bienenhotel.de/index.html
https://wir-tun-was-fuer-bienen.de/home.html
Welchem Gartenbesitzer haben sie nicht schon die Freude an der mühselig gepflegten Blütenpracht verdorben - Horden von Blattläusen auf Rosen, Margeriten, Flockenblumen oder Klatschmohn. Im Gemüsebeet sind Sie noch
unbeliebter. Viele Gärtner greifen hier immer noch zur Giftspritze. Dabei geh es auch anders, erklärt der Naturschutzbund NABU in einem Gartentipp: In einem naturnahen Garten helfen zahlreiche Nützlinge wie Florfliege, Ohrenkneifer und Marienkäfer, die Läuse in Schach zu halten.
Die hübschen Marienkäfer kennt wohl jedes Kind als Glücksbringer. Etwa 70 verschiedene Marienkäfer-Arten gibt es allein in Deutschland. Ihre Farbe – rot, gelb oder schwarz – ist je nach Art verschieden, ebenso die Zahl ihrer Punkte.
Entgegen einem verbreiteten Irrglauben sagen die Punkte auch nichts über das Alter der Krabbler aus. Allen Marienkäfern gemeinsam ist ihr enormer Appetit auf Blattläuse.
Rund 100 dieser Pflanzensauger verspeist so ein Käfer täglich. Ähnlich gefräßig sind auch die nach menschlichem Ermessen „hässlichen“ Larven des so harmlos wirkenden Glücksboten. Sie werden deshalb auch „Blattlauslöwen“
genannt. Jede einzelne Larve verspeist in den drei Wochen bis zu ihrer Verpuppung zwischen 400 und 600 Blattläuse. Die Nachkommen eines einzigen Weibchens können so während des Sommers an die 100.000 Läuse vertilgen !
Für den Gärtner ist der Marienkäfer also tatsächlich ein echter Glückskäfer. Auf den Einsatz der Giftspritze kann man daher getrost verzichten. Chemische Gifte schädigen zudem häufig auch die natürlichen Verbündeten des Gärtners, entweder direkt oder durch Entzug ihrer Nahrungsgrundlage. Ein gewisses Maß an Läusen ist also nicht nur normal, sondern als Grundnahrung der Marienkäfer auch überlebenswichtig. Naturgärtner tolerieren sie daher zähneknirschend. Wer sich nicht alleine auf die Nützlinge im Garten verlassen will, der kann mit Tees,
Brühen und Aufgüssen die Pflanzen in seinem Garten vorbeugend stärken, aber auch mit natürlichen Spritzmitteln den Läusen zu Leibe rücken. So wirken beispielsweise Rhabarber- und Rainfarnbrühe und besonders gut Brennnessel- Jauche gegen Läuse.
Die Libellenbestände in Deutschland haben sich stabilisiert. Dass die Zahl der heimischen Libellenarten sogar zunimmt, ist Zuwanderern aus dem Süden zu verdanken. mehr