Verletzte Wildtiere und Fundtiere

Vielen Dank, dass Sie nicht wegschauen und sich um ein verletztes Tier kümmern wollen.

Der NABU Bad Münder hat leider nicht die Möglichkeit, verletzte oder kranke Tiere sowie Jungtiere zu pflegen bzw. aufzuziehen.

Verletzte Tiere gehören in fachlich kompetente Hände und benötigen kontinuierliche Pflege, damit sie nicht unnötig leiden. Der NABU Bad Münder mit wenigen freiwilligen aktiven Mitgliedern kann dies nicht gewährleisten.  


Allerdings werden wir alles tun, um Sie zu einer geeigneten Stelle weiterzuleiten.

 

Wir möchten Ihnen hier einige Tipps und Adressen geben, an die Sie sich mit ihrem Problem wenden können.

 

Wir bemühen uns, diese Seite aktuell zu halten und nützliche Kontakte zur Verfügung zu stellen. Daher freuen wir uns über Ihre Rückmeldung über Ihre Erfahrungen mit den Tierärzten oder Vereinen. 


Hilfe bei verletzten oder verwaisten Wildtieren:

Grundsätzlich gilt:

Bitte nicht jedes vermeintlich verlassene Jungtier mit nach Hause nehmen. Beobachten Sie das Jungtier aus reichlich Entfernung, denn oft sind die Eltern nur unterwegs um Nahrung zu beschaffen und kümmern sich weiter um ihren Nachwuchs. Die Aufzucht von Wildtieren jeglicher Art ist oft schwierig und erfordert einen hohen Zeitaufwand. Bitte holen Sie sich daher unbedingt Rat von entsprechenden Fachleuten bzw. geben Sie die Tiere in deren Hände. Bitte rufen Sie unbedingt vorab bei den entsprechenden Stellen an, ob das Tier dort auch aufgenommen werden kann.

 

Hier noch ein wichtiger Hinweis zu Igeln im Speziellen:

 Bitte Igel auf keinen Fall mit Spot On gegen Flöhe behandeln. Auch nicht durch einen Tierarzt, da nicht jeder Tierarzt darüber informiert ist. Igel bekommen durch dieses Mittel neuronale Ausfallerscheinungen, 99 % der Igel werden daran sterben. Welche Mittel sicher gegen Befall mit Flöhen helfen, kann bei der Wildtierrettung erfragt werden. Informationen, welche Sofort-Maßnahmen bei einem Igel-Fund eingeleitet werden sollen, findet man auf der Webseite des ProIgel e. V. .


Eine Übersichtskarte mit Betreuungsstationen finden Sie beim NLWKN - dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Landes- und Küstenschutz:

www.nlwkn.niedersachsen.de/startseite/naturschutz/internationaler_artenschutz_cites/betreuungsstationen

Bitte beachten Sie unbedingt:

-> den rechtliche Rahmen

Wildtiere dürfen dem Bundesnaturschutzgesetz nach nur dann vorübergehend aufgenommen werden, wenn sie verletzt, krank oder tatsächlich hilflos sind. Dies ist nicht immer leicht zu erkennen. Es ist daher ratsam, zunächst eine fachkundige Stelle zu kontaktieren (z.B. anerkannte Betreuungsstationen, Untere Naturschutzbehörden, Jagdbehörden oder Tierärzte), bevor man ein Wildtier vielleicht fälschlicherweise der Natur entnimmt.

 -> schützen Sie sich selbst

In Stresssituationen können auch verletzte Tiere große Kräfte mobilisieren. Dies sollte man nie unterschätzen. Verwenden sie daher am besten feste Arbeitshandschuhe, wenn Sie ein Tier einfangen.

  -> vermeiden Sie Stress für das Fundtier 

Handeln Sie so ruhig wie möglich und sperren Sie Ihre eigenen Haustiere weg


Wildunfall

Falls Sie im Straßenverkehr in einen Wildunfall verwickelt sind, muss der/die zuständige Revierinhaber*in informiert werden. Auskunft gibt die Polizei über die Notrufnummer 110.

 

Angefahrene oder verletzte Wildtiere, die dem Jagdrecht unterliegen wie Rehe, Hasen, Waschbären u.a.:

 

Niedersächsisches Forstamt Saupark

- flexibler Revierleiter Jan Krömer

 Mobil: (0) 151 – 5910 – 0570

Mail: jan.kroemer@nfa-saupark.niedersachsen.de

- Jagd- und Forstbetrieb Simone Hotz

Jagdsachbearbeitung

Fon: +49 (0) 5041 – 9468 – 22

Mail: Simone.Hotz@nfa-saupark.niedersachsen.de


Hilfe für verletzte Wildtiere

Wildtier- und Artenschutzstation e.V.

31553 Sachsenhagen

Tel. 05725-708730

www.wildtierstation.de

Tierärzt. Hochschule Hannover

Bünteweg 2,

Tel.: +49 511 953-60,

weitere Kontakte


Auffangstation für Greifvögel und Eulen

Wisentgehege Springe

31832 Springe

Tel. 05041-5828

www.wisentgehege-springe.de


Einmaleins für Fledermausretter

Was ist als Erstmaßnahme im Notfall zu tun, wenn Sie eine geschwächte, verletzte oder junge Fledermaus gefunden haben?

Das können sie tun...

 

Fledermaustelefon. 

Sie möchten weitere Informationen zu Fledermäusen - rufen Sie uns an!

Tel. 030-284984-5000

Sprechzeiten...

 

Außerdem bietet das NLWKN / Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz eine Liste aller Fledermaus-Regionalbetreuer in Niedersachsen an: 

  www.nlwkn.niedersachsen.de 

 

Fledermausbotschafter des NABU Niedersachsen:

NABU-Samtgemeinde Nenndorf
Thomas Schäfer, Fledermausbotschafter.Lauenau@gmail.com  Telefon mobil: 0174 75 42 536

 

Tobias Wagner, ABIA GbR, Mohnweg 2, 30890 Barsinghausen
Tel.: 0 51 05 / 52 28 04 wagner@abia.de

 

 

Hameln-Pyrmont, Landkreis

Rainer Marcek
Finkenborner Weg 6
31787 Hameln
Tel.: 0 51 51 / 6 27 16
Mobil: 0160 / 1 84 69 91
sur-marcek@web.de

 

Fledermausbotschafterin des NABU Bad Münder e.V.

Carolin Radenzmail@avatmayara.com Telefon mobil: 01578-7812277 


Jungvögel

Grundsätzlich ist bei Fundtieren zu bedenken, dass es sich zumeist gar nicht um "hilflose" Tiere handelt, sondern dass eher "Ästlinge" auch außerhalb ihrer Nester von den Eltern versorgt werden. Viele Jungtiere sind bei ihren Ausflügen noch nicht flugfähig, die Tiereltern füttern und sichern ihre Jungen im Verborgenen, um nicht aufzufallen. Nur eindeutig verletzten Tieren sollte man helfen.


Igel


Auskunft zu Hornissen, Wespen & Hummeln:

sowie Umweltschutzfragen

Bitte haben Sie Verständnis,

dass wir vom NABU Bad Münder keine Wespennester umsiedeln. 

Wir haben leider keinen Fachkundigen dem dies erlaubt ist,

bzw. der sich damit auskennt. 

Leider können wir Ihnen in unserer Region auch niemanden hierfür benennen.

 

Sollten Sie sich bei Wespen gut auskennen und mit Informationen zur Verfügung stehen können oder sogar Umsiedelungen anbieten können, melden Sie sich bitte bei uns!


NABU: Vermehrtes Amselsterben durch Usutu-Virus in Niedersachsen

Bevölkerung ist aufgerufen mitzuhelfen und tote Amseln zu melden
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Hannover  Nach mehreren Jahren der Ruhe gibt es derzeit in Niedersachsen zunehmend mehr Meldungen über vermutlich durch das Usutu-Virus getötete Amseln. Auch das NABU-Artenschutzzentrum erreichten in den letzten Wochen zahlreiche Telefonanrufe, bei denen von toten bzw. orientierungslosen, taumelnden oder aufgeplusterten Amseln berichtet wurde. Die in der Station eingelieferten gestorbenen Amseln wurden an das Veterinäramt an das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) eingeschickt, um den Verdacht zu bestätigen. „Leider hat das Amt die Befürchtung bestätigt. Ein Drittel der toten Amseln war mit dem Usutu-Virus infiziert“, berichtet Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum. „Momentan befinden wir uns wahrscheinlich auf der Spitze des Krankheitsverlaufes, der sich in den nächsten Wochen abschwächen wird. Wir werden am Ende des Sommers weniger Amseln in unseren Gärten verzeichnen können. Umso wichtiger ist es, diesen und anderen Singvögeln ein naturnahes Refugium zur Verfügung zu stellen, wo sie sich erholen und im nächsten Jahr wieder fortpflanzen können“.

 

Durch das Virus verursachte Todesfälle von Vögeln treten jeweils während der Stechmückensaison von Mai bis September auf. Fast immer sind es Amseln, bei denen diese Krankheit festgestellt wird, weshalb die Usutu-Epidemie auch als „Amselsterben“ bekannt wurde. Allerdings werden auch andere Vogelarten von diesem Virus befallen und können daran sterben. Seit dem erstmaligen Auftreten dieses Vogelsterbens im Jahr 2011 breitet sich das besonders im Spätsommer von Stechmücken auf Vögel übertragene Usutu-Virus zunehmend über Deutschland aus. Waren in den ersten Jahren lediglich wärmebegünstigte Regionen entlang des Rheintals und am Untermain betroffen, konnte seit 2016 eine Ausbreitung nach Norden und Nordosten festgestellt werden. Die Stechmücken, die Überträger des Virus sind, konnten sich in diesem Jahr wahrscheinlich vielerorts aufgrund der anhaltenden Feuchtigkeit gut entwickeln.

 

Die Funddaten (Ort und Datum) und Beobachtungen zu den Symptomen der Vögel können online gemeldet werden: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/krankheiten/usutu/usutu-melden.html#formular

Die eingehenden Meldungen helfen dabei, die Gesamtsituation besser einzuschätzen (genaue Anzahl, regionale Konzentration oder bundesweites Auftreten etc.). Aktuell gibt es deutlich mehr Meldungen als im Vorjahr. Niedersachsen steht an der Spitze bezüglich Meldungen, die über das Meldeformular eingehen. Wer einen frischtoten Vogel einschicken möchte, sollte dies zuvor mit dem zuständigen Veterinäramt abklären.