Der Hausrotschwanz ist "Vogel des Jahres 2025"


NABU Regionalgeschäftsstelle Weserbergland | PRESSEMITTEILUNG | 05/25 | 24. Januar 2025

Lange Winterabende für den Vogel des Jahres nutzen:

Jetzt Nistkästen für den Hausrotschwanz bauen

 

Noch umfängt uns graues, kaltes, oft nebliges Winterwetter – und die Sehnsucht nach den Sonnenstrahlen des Frühlings steigt. Diese langen Winterabende, meint der NABU, können „sinn- und freudevoll genutzt werden, um jetzt noch Hand anzulegen für den Vogel des Jahres 2025, den Hausrotschwanz“, wie Isabelle Straus, Leiterin der Regionalgeschäftsstelle des NABU im Weserbergland aufrief:

„Noch ist es Zeit, für den Sieger der Wahl zum Vogel des Jahres ein neues Heim zu schaffen, in das er nach seiner Rückkehr aus den Überwinterungsgebieten im Südwesten Frankreichs bis hinunter nach Nordafrika einziehen kann, um dann der nächsten Generation dieser faszinierenden Vögel einen guten Start ins Vogelleben zu gehen“, freut sich Straus auf die in wenigen Wochen zurückkehrenden Hausrotschwänze.

 

„Der Hausrotschwanz bevorzugt Nischen, um zu brüten. Dem können wir am leichtesten entsprechen, wenn – neben der Schaffung eines artenreichen Gartens mit Lebensräumen für Insekten, denn die braucht er – wir so genannte Halbhöhlen-Nistkästen anbringen, und zwar an möglichst geschützten Orten, sodass kein Schlagregen und keine Dauerbesonnung auf den Kasten treffen und dieser für Beutegreifer nicht leicht zu erreichen sind“, erläutert Isabelle Straus. „Dachüberstände über dem Nistkasten sind ideal.“

Derartige Nistkästen sind mit etwas Geschick leicht zu bauen. „Es gibt sie natürlich auch aus dem bewährten Material Holzbeton, das viele Jahrzehnte überdauern kann, aber sie sind ansonsten leicht an der eigenen Werkbank aus Holz zu schaffen. Und es macht Spaß. Dabei können auch Kinder mit einbezogen werden, dann bekommen sie einen Bezug zu diesen Tieren, denn wenn sie erleben, wie die Kästen angebracht und hoffentlich beflogen werden, ist das ein großartiges Erfolgserlebnis“, weiß Straus zu berichten.

 

Wer jetzt noch schnell aktiv werden, um dem Hausrotschwanz und anderen Gefiederten im Garten ein Heim zu bauen, kann beim NABU wertvolle Infos dazu anfordern: Die ausführliche, 30seitige Bauplansammlung für Nisthilfen für Vögel sowie die farbige Broschüre „Gartenlust“ können gegen Brief-Einsendung von 5 Euro angefordert werden Niedersachsen, Allestraße 36., 30167 Hannover.

Auf dass der Frühling bald kommt – und mit ihm der lustige Hausrotschwanz!


Der Kiebitz ist "Vogel des Jahres 2024"

Bedrohter Wiesenbrüter braucht mehr Feuchtgebiete

Sein Wahlslogan „Wasser marsch!“ bringt zum Ausdruck, woran es dem Kiebitz besonders fehlt: Entwässerung und intensive Landwirtschaft sorgen dafür, dass der Vogel des Jahres 2024 seinen natürlichen Lebensraum verliert. In Deutschland wurden zuletzt nur noch rund 42.000 bis 67.000 Brutpaare gezählt. Die massiven Einbrüche seiner Population sind schon seit Längerem ein besorgniserregender Trend: Allein zwischen 1980 und 2016 ist seine Zahl um 93 Prozent zurückgegangen.

 

 

Der Kiebitz verdankt seinen Namen seinem einprägsamen Ruf „kie-wit“. Er ist ein überaus langlebiger Vogel und kann bis zu 24 Jahre alt werden. Am liebsten frisst er Insekten und Larven, verschmäht jedoch auch Regenwürmer, Getreidekörner sowie Samen und Früchte von Wiesenpflanzen nicht. Kiebitze gelten als mutige Vögel: Sie greifen ihre Fressfeinde oft zu mehreren an und vertreiben sie erfolgreich. Bei der Balz versuchen die Männchen den Weibchen durch spektakuläre Flugmanöver zu imponieren, und indem sie Mulden scharren und Gräser rupfen (genannt „Scheinnisten“). Kiebitzeier waren früher eine Delikatesse, weshalb es inzwischen verboten ist, diese zu essen oder zu sammeln. Kiebitze sind sogenannte Teilzieher: Ein Teil von ihnen überwintert bei milder Witterung in Deutschland, auch an den Küsten. Ein anderer Teil zieht in die Wintergebiete, etwa nach Spanien, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande.

 

Weitere Informationen zum Vogel des Jahres gibt es hier