FOTO: NABU Bad Münder
Mit dabei sind beispielsweise die Apfelbaumsorten Bremer Doodapfel, Altländer Pfannkuchen, Biesterfelder Renette, Finkenwerder Herbstprinz, Landsberger Renette, Prinz Albrecht von Preußen oder Pannemanns Tafelapfel. Auch Kirsche wie die Hamm Blanke, Birne wie Köstliche von Charnau sowie die Doppelte Weiße Bauernpflaume sind dabei.
Die Sortenvielfalt in alten Streuobstbeständen ist beachtlich. Hier finden wir heute noch, was unsere Vorfahren über viele Jahrhunderte hinweg entwickelt und gepflegt haben. Schließlich bildete das Obst eine wesentliche Nahrungsgrundlage für die Bevölkerung, und man bemühte sich um Sorten, die für verschiedenste Verwendungszwecke und Standorte geeignet sind. So wurden früher rund um die Ortskerne Streuobstwiesen angelegt. Wer genau darauf achtet, findet auch bei uns auf den Dörfern noch Reste von diesen alten Streuobstwiesen. Heute gibt es deshalb noch immer viele Lokalsorten, die man nur in einem Landstrich findet.
Diesen Schatz an Artenvielfalt wollen wir durch die Anlage der neuen Wiese bewahren helfen. Im Intensivobstbau ist diese Vielfalt nicht mehr zu finden – hier gibt es nur wenige marktgängige und „EU-konforme“ Sorten.
Mit großer Begeisterung haben die Baumpaten, fast alles Kinder, die Löcher gegraben und „ihre“ Baumschützlinge eingepflanzt. Gerade bei dem trockenem April und Mai war regelmäßiges gießen für die Hochstämme überlebenswichtig. Aber es hat sich gelohnt, denn alle Bäume sind gut angewachsen!